Das 1 x 1 des Influencer Marketings

Influencer Marketing - blattertPR

Teilnehmer beim Bloggercafé Darmstadt.

Influencer Marketing ist seit letztem Jahr zum Einhornbegriff der Branche geworden 🙂 Jeder spricht drüber, aber viele Unternehmen haben es als Disziplin noch immer nicht in ihren Marketing-Mix integriert. „Ach, das ist doch nur ein Trendthema, diese Influencer halten sich bestimmt nicht“, meinte neulich ein älterer Branchenkollege – so als Ausrede, um sich nicht weiter mit dem Thema beschäftigen zu müssen. Doch gerade in der B2C-PR sind Influencer Relations bzw. Influencer Marketing in den letzten zwei Jahren immer wichtiger geworden.

Was wir von blattertPR beobachten ist, dass es zwar eine Vielzahl an Influencern gibt – vom Testblogger über Eltern- und Lifestyle-Blogger bis hin zum „Prankster“ auf YouTube – aber nur wenige, die sich spezialisieren und ihren Job so gut machen, dass sie sich dauerhaft halten, davon leben können, ihre Community begeistern und (mit ihr) wachsen.

Wer steckt eigentlich hinter dem Influencer?

„Hallo lieber Tobias, wir finden deinen Blog toll, er passt super zu uns und unserer Marke. Gerne würden wir dir Produkt xy zum Testen schicken und uns bei Veröffentlichung über einen Beleglink freuen.“ Die Influencer unter euch kennen diese unpersönlichen Anschreiben von Unternehmen und Agenturen sicherlich, die nicht wirklich zielführend sind. Denn ebenso wie ein Influencer sich mit dem jeweiligen Unternehmen und dessen Produkten beschäftigt haben sollte, bevor er es anspricht, ist es auch umgekehrt ein Muss. Das heißt, du schaust die Rubriken durch, liest den Teil „Über mich“, fragst ggf. das Mediakit an, wenn dir der Blog passend erscheint. Wenn du dir im Klaren bist, was du von dem Blogger willst und welchen Deal du ihm anbieten kannst, gehst du auf ihn zu und machst ihm – meist erst einmal per Email – Kooperationsvorschläge. Wenn Interesse besteht, könnt ihr im zweiten Step telefonieren und gemeinsam Kooperationsmöglichkeiten ausloten.

Influencer Marketing - blattertPRIdentifizierung von Influencern

Das blattertPR Team identifiziert zu Beginn einer Zusammenarbeit seine TOP 10 oder 20 relevanten Influencer – ganz individuell und je nach Kunde. Derzeit umfasst unsere Datenbank etwa 100 Influencer, von Mama- und Reiseblogs bis hin zu jugendlichen YouTubern. Unsere TOP 10 sprechen wir regelmäßig an, sie erhalten Produktneuheiten zur Rezension, zur Verlosung oder für ein Product Placement. Außerdem kreieren wir auf Kundenwunsch auch (Hashtag-) Kampagnen oder Bloggerevents. Dadurch ergeben sich virale Effekte und die Sichtbarkeit im Netz wird erhöht.

Bei der Identifikation neuer Kanäle checken wir die Followerschaft und die Blogrolls. Allerdings gibt es auch (kostenpflichtige!) Tools wie Reachbird, Influma oder Brandwatch, mit deren Hilfe Influencer zu einem bestimmten Keyword ausfindig gemacht werden können. Wir nutzen derzeit keines dieser Tools. Wir legen bei der Auswahl der Blogs oder YouTuber Wert auf eine gewisse Fanbase (mehr als 10.000 Visits/Abonnenten sollten sie schon haben), ein thematisch passendes Umfeld sowie hohe Interaktionsraten.

Beziehungsaufbau ist das A und O

Das gleiche wie in Sachen Media Relations gilt auch für Blogger oder Influencer Relations: Wer Kontakt hält und den Influencer regelmäßig mit Content und neuen Produkten versorgt, hat ihn auf seiner Seite. Allerdings sollte bedacht werden, dass es trotz guter Beziehungen nicht ganz ohne Budget funktioniert. Wenn ein Unternehmen auch keine großen Budgets für einen ConCrafter oder eine Dagi Bee freischaufeln kann, so ist man oft auch mit Micro-Influencern, sprich kleinen bis mittelgroßen Influencern, gut bedient. Sie sind meist spezialisiert und bedienen deine Zielgruppe ohne Streuverlust. Das ist für uns beispielsweise eine Einer schreit immer, Tagaus Tagein, 2Kindchaos, Shadownlight oder Joely White.

Und was hab ich als Unternehmen eigentlich von der Kooperation?

Wenn ein Unternehmen oder eine Agentur Influencer Relations betreiben will, muss es sich ebenso wie bei allen anderen Disziplinen über Ziele und Zielgruppen bewusst sein und erst dann loslegen. Ist eine Kooperation besprochen, sollte es zumindest ein Kurzbriefing geben, was das Unternehmen sich vom Influencer wünscht, welche Hashtags und Keywords etc. gesetzt werden sollen und umgekehrt. Was biete ich meinem Kooperationspartner im Gegenzug an? Strategisch durchdachte Kampagnen und Kooperationen können dann einen großen Nutzen, erhöhte Sichtbarkeit und Reichweite bringen. Und sie tragen letztendlich zu einer guten Beziehung zwischen Blogger und Unternehmen bei.

Welche Erfahrungen habt ihr in diesem Bereich gemacht? Ihr seid an unseren Dienstleistungen (Link zu Dienstleistungen) interessiert, dann sprecht uns gerne an.

Von | 2017-10-16T14:58:07+00:00 16. Oktober 2017|Blog|0 Kommentare