Christina Brombach unterstützt uns als freie Übersetzerin bei Projekten in englischer, französischer und italienischer Sprache. Wir haben sie zu den Herausforderungen ihres Berufs und der Selbstständigkeit befragt:

1. Christina, du bist freiberufliche Übersetzerin. Welche Projekte sind für dich besonders spannend und herausfordernd?

Ich liebe Projekte, die mich vielseitig herausfordern – am liebsten solche, bei denen ich meinen bestehenden Erfahrungsschatz einbringen kann, für die ich aber trotzdem noch etwas recherchieren muss, um gleichzeitig etwas Neues zu lernen. Besonders freue ich mich immer, wenn ich eine perfekte, idiomatische Entsprechung für eine Redewendung oder ein Wortspiel finde. Deshalb übersetze ich besonders gern Romane, Presse- und Produkttexte, bei denen schon das Original kreativ geschrieben ist. Solche Texte übersetze ich auch gern vom Deutschen ins Englische, auch wenn das natürlich eine etwas größere Herausforderung ist.

2. Seit wann arbeitest du freiberuflich und wie kam es zu dieser Entscheidung?

Ich bin seit über 10 Jahren Freiberuflerin. Ursprünglich entstand diese Situation aus einer günstigen Gelegenheit, die ich beim Schopf ergreifen konnte. Für Übersetzungen und Sprache interessiere ich mich aber schon deutlich länger. Ich erinnere mich, dass ich bereits mit 11 oder 12 Jahren angefangen habe, mit dem Wörterbuch in der Hand die Texte meiner Lieblingspopsongs zu übersetzen. In der Zwischenzeit habe ich natürlich noch einiges über die englische Sprache und die Lebenswelt in englischsprachigen Ländern dazugelernt. Die Übersetzungen von damals waren stellenweise ganz schön schräg…

3. Wenn du auf die letzten Jahre deiner Selbstständigkeit zurückblickst. Was würdest du heute anders machen?

Ich würde die Selbstständigkeit von Anfang an professioneller aufziehen – durch den etwas ungeplanten Start habe ich damals sehr klein angefangen. Wenn ich mir selbst vor 10 Jahren einen Ratschlag geben könnte, würde ich mir sagen: Du kannst viel mehr, trau dir mal was – dazu gehörte zum Beispiel vor ein paar Jahren der erste Roman, den ich aus dem Französischen übersetzt habe. Ganz wichtig: Das gilt auch für Verhandlungen aller Art. Bei Honoraren und Deadlines gibt es oft noch Luft nach oben. Auch Nein zu sagen, wenn ein Projekt nicht wirklich zu mir passt oder keine Kapazitäten dafür da sind, musste ich erst lernen.