Carmen Köhler (Analog-Astronautin) und Markus Becker (Geschäftsführer SMART Toys and Games) bei einem GeoSmart-Event

Unser Kunde SMART Toys and Games ist einer der weltweit führenden Hersteller von Knobelspielen für Kinder von 3 bis 99 Jahren. Rolf Vandoren gründete die SMART NV 1992 in Kontich bei Antwerpen. Inzwischen vertreibt die SMART-Gruppe ihre Single-Player-Games der SmartGames-Reihe sowie die SmartMax-Riesenmagnete und die GeoSmart-Baukästen in über 70 Ländern. Die weltweit hundertfach ausgezeichneten Produkte stehen für Abwechslung, einen einzigartigen Spielmechanismus und fantasievolle Themenwelten. Doch vor welchen Herausforderungen steht SMART aktuell und welche Zukunftspläne hat das Unternehmen für den DACH-Raum?

 

1. Markus, du bist seit mehr als drei Jahren Geschäftsführer der SMART Toys and Games GmbH, welche Herausforderungen musstest du meistern, als du diese Position angetreten hast?

Bis Ende 2015 wurden SmartGames in Deutschland und Österreich über Jumbo als Distributionspartner vertrieben. Im Januar 2016 habe ich dann ein eigenständiges Vertriebsbüro in Ratingen eröffnet, im März folgte die Gründung der GmbH. Vor so einem wichtigen Schritt musste ich natürlich erstmal eine Vertriebsstrategie entwickeln. Da war viel Planung nötig: von der Auswahl der Kunden für eine künftige Zusammenarbeit bis hin zur Rekrutierung eines funktionierenden Teams. Besonders herausfordernd war, dass ich zunächst allein unsere SmartMax-Produktlinie  von Deutschland aus steuern musste. Das war auch ein großer organisatorischer und administrativer Aufwand. Gleichzeitig gab es für SmartGames ein neues Verpackungsdesign, das sukzessive im Handel eingeführt werden musste. Zufällig hatten wir dann bei unserem ersten eigenständigen Auftritt auf der SPIEL in Essen 2015 unseren Stand direkt neben unserem ehemaligen Distributionspartner.

2. Du kennst den französischen und niederländischen Spielwarenmarkt durch deine Zeit bei Asmodee und Jumbo, den belgischen durch das Headquarter von SMART. Welche Produkte kommen hierzulande besonders gut an und in den anderen Märkten weniger?

Spiele sind in all diesen Märkten ein starkes Segment. In Frankreich, den Niederlanden, Belgien und eben Deutschland gibt es viele begeisterte Spieler.  Aber natürlich gibt es in jedem Land Produkte, die besonders gut ankommen. In Deutschland sind z.B. besonders strategisch-abstrakte Spiele beliebt. Dementsprechend gehört hier der IQ Puzzler Pro zu den Topsellern. Die französischen Konsumenten mögen eher Bluffspiele. Grundsätzlich kommen unsere Solitärspiele aber in all diesen Ländern super an, deswegen gibt es viele unserer Spiele auch in einer französischen, niederländischen und deutschen Edition.

3. Kannst du uns etwas zu den Zukunftsplänen von SMART verraten, wo siehst du euer Unternehmen in fünf Jahren?

Also fünf Jahre sind in unserer Branche schon eine Hausnummer. Aber eins ist sicher: auch dann werden analoge Spiele noch gefragt sein! Vermutlich wird es eine engere Verknüpfung zwischen analogen und digitalen Spielwelten geben. Erste Ansätze  gibt es ja schon am Markt. Viele unserer Spiele kann man jetzt schon als online Version testen und sich so einen ersten Eindruck verschaffen. Auch in unserer Redaktion spielt das Thema „Künstliche Intelligenz“  eine große Rolle, zum Beispiel bei der Bewertung der unterschiedlichen Schwierigkeitslevel.

Aber natürlich arbeiten wir auch ganz konkret an neuen Produkten. Im Bereich „edukatives Spielen“ ist z.B. ein komplett neues Sortiment  geplant. Aber darauf müssen unsere SMART-Fans keine fünf Jahre mehr warten. Da  lohnt es sich schon in den nächsten 12 Monaten die Augen offen zu halten! 🙂