Fast nirgendwo ist man sich sicher, wie es langfristig weitergeht – ob als Angestellter oder Selbstständiger, als Arbeitnehmer oder Arbeitgeber. Während viele Betriebe auf Kurzarbeit umgestellt haben, plagen Studierende – wie viele meiner Kommilitonen – aktuell große finanzielle Sorgen. Sie arbeiten oft als Aushilfen oder Werkstudenten – und haben dadurch keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld.

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Viele Studierende haben momentan große finanzielle Sorgen und Existenzängste.

Großteil der Studenten momentan ohne Arbeit

Ich bekomme es bei einigen meiner Freunde mit: Viele arbeiten neben dem Studium zum Beispiel als Servicekräfte in Restaurants, Cafés oder Bars. Weil diese aber aufgrund der Pandemie schon seit mehreren Wochen geschlossen sind und in absehbarer Zeit auch erstmal nicht öffnen können, wird dort kein Personal mehr benötigt. Vor allem geringfügig Beschäftigte, zu denen studentische Aushilfen und Werkstudenten in vielen Fällen zählen, müssen jetzt zuhause bleiben – und erhalten in den meisten Fällen deshalb auch kein Geld. Betroffen sind auch Jobs im kulturellen Bereich wie Theater, Kinos oder Konzertsälen.

Viele der Studierenden haben deswegen große finanzielle Sorgen und Zukunftsängste: Wie sollen ohne das monatliche Einkommen die nächste Miete, die nächsten Semestergebühren, der nächste Einkauf bezahlt werden? Staatliche finanzielle Hilfen für Studierende wurden bisher noch nicht beschlossen. Seit einigen Tagen wird aber über mögliche Unterstützungen für Studenten in finanziellen Notlagen diskutiert, zum Beispiel über die Gewährung zinsfreier Darlehen. Eine endgültige Lösung von Seiten der Politik steht aber noch nicht fest. Dabei wird diese von vielen dringend gebraucht.

PR-Branche weniger stark betroffen

Natürlich leidet auch die PR-Branche, insbesondere kleinere Agenturen unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der Virus-Krise. Aus eigener Erfahrung und auch nach dem Austausch mit einigen meiner Kommilitoninnen kann ich aber sagen, dass es die Werkstudenten, die in der PR und Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt sind, bisher glücklicherweise nicht so hart getroffen hat. Viele von uns, so auch ich, haben die Möglichkeit, die Tätigkeiten, die wir normalerweise im Büro erledigen, auch vom Homeoffice aus zu machen. Community- und Content-Management für Social Media Seiten muss auch in Krisenzeiten erledigt werden, Clipping Reports müssen weiterhin erstellt und Pressemitteilungen getextet und versandt werden. So viel hat sich deshalb für mich in den letzten Wochen nicht geändert – außer der Tatsache, dass jetzt eben alles von zuhause erledigt wird. Inwieweit das so bleiben wird, hängt sicherlich zu einem großen Teil vom weiteren Verlauf der Krise ab – und davon, wie schnell sich die Wirtschaft und damit auch die Kunden der PR-Agenturen wieder erholen. Besonders betroffen sind Event-Agenturen, da bis Ende August erst einmal alle Großveranstaltungen, darunter auch wichtige Branchenmessen, abgesagt wurden. Manche geplanten Konferenzen lassen sich zwar in Online-Formate umwandeln, doch das ist längst nicht für alle Großveranstaltungen möglich.

Die Corona-Krise hat alle Bereiche der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens schlagartig überrollt. Es lässt sich deswegen auch erst einmal nichts langfristig planen. In der jetzigen Situation heißt es daher flexibel bleiben – sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer und Werkstudenten. Die Situation kann sich jede Woche verändern. Die beste Option aktuell: Positiv in die Zukunft schauen! 🙂