Technik, Auflösung, Formate: Unser Video-Workshop mit Alexander Haunhorst

Der Trend in der Online-Welt geht zum Bewegtbild. Nicht nur auf Nachrichtenseiten werden mittlerweile Erklär-Videos oder Tutorials viel häufiger angeklickt als lange Texte. Auch im Social Media-Bereich haben bewegte Bilder in den letzten Jahren immer mehr an Relevanz gewonnen. Heutzutage ist es enorm wichtig, die Zielgruppe mit witzigen, informativen, spannenden oder beeindruckenden Videos zu bedienen. So lassen sich nicht nur die schon bestehenden Fans an die eigenen Kanäle binden, sondern durch viele Likes und Interaktionen auch neue Fans generieren – ein wichtiges Ziel unserer Öffentlichkeitsarbeit.

Theorie und Praxis Alexander-Haunhorst

Um in Sachen Bewegtbild und Videocontent auf dem neusten Stand zu sein, haben wir am vergangenen Dienstag IT-Berater Alexander Haunhorst, Gründer des Start-ups Flippo Kids und einer unserer Kunden, zu uns in die Agentur eingeladen. Als IT-Berater kennt er sich natürlich mit der auf dem Markt erhältlichen Technik super gut aus. Außerdem ist er mittlerweile häufig auf den sozialen Netzwerken aktiv. Sowohl für sein Unternehmen als auch Kunden aus seinem IT-Sektor hat er bereits Produktionen von Bild- und Videoformaten erfolgreich umgesetzt. In einem dreistündigen Workshop konnte er uns sowohl viele theoretische und technische Hintergründe als auch eine ganze Menge Tricks und Kniffe für die Praxis mitgeben.

Richtige Auflösung, passendes Format

blattertPR-Team

Zu den technischen Hintergründen gehört beispielsweise die richtige Videoauflösung. Heutzutage ist Full-HD bereits der Standard. In dieser Auflösung sind die Videos 1920 x 1080 px groß und qualitativ hochwertig genug für YouTube & Co. Laut Alexander hat sich der Bereich der Videoauflösung in den letzten Jahren rasant entwickelt. Auch in den kommenden Jahren sind noch große Schritte rund um die Digitalisierung zu erwarten. Schon jetzt sind einige Smartphones in der Lage, 4K aufzunehmen, also eine horizontale Bildauflösung von 4.000 Pixeln zu nutzen.

Hinsichtlich des Formats gibt es Einiges zu beachten: Will man auf Nummer sicher gehen, sollte man seine Filme immer als MP4 mit H.264 & ACC aus den Schnitt- oder Bearbeitungsprogrammen exportieren. Dann sollte es keine Probleme beim Abspielen in diversen Kanälen geben.

Was für Social Media zu beachten ist

  • Videobreite: 1080 px
  • Größe: maximal 15 MB
  • Videolänge: Für Facebook 60 Sekunden, für Instagram Stories bei 15 Sekunden,
  • Formate:
    • Youtube Breitbild 16:9
    • für Instagram das quadratische Bildgröße von 1:1
    • Will man ein Video auf einer Facebookseite einbinden und noch einen kleinen Post-Text dazu schreiben, sollte man sich zwischen den Formaten 4:5, 2:3 oder 1:1 entscheiden, damit der Text noch gemeinsam mit dem Video auf dem Bildschirm sichtbar ist.
  • Immer gilt: Am besten ist es, schon vor dem Dreh zu entscheiden, welches Format es später werden soll. So wird direkt klar, ob man besser hochkant oder quer filmen sollte.

Auf die richtige Technik kommt es an

Nachdem die Entscheidung für den Kanal steht, geht es um die passende Filmtechnik: Nutze ich Stopmotion (die Aneinanderreihung einer großen Anzahl einzelner Fotos), Timelapse (Zeitraffer), Slowmotion (Zeitlupe) oder Boomerang (Videos, die abwechselnd vorwärts und rückwärts ablaufen)? Egal worauf die Wahl fällt, gilt: Immer beide Hände zum Filmen nutzen und gleichmäßige Bewegungen einbauen, um Wackler zu vermeiden. Letztere können zwar nachträglich durch die Bildstabilisierung behoben werden, dadurch wird das Video jedoch kleiner. Deshalb bestenfalls vorausschauend filmen und einen größeren Ausschnitt als notwendig erfassen 😉.

Tipps & Tricks

Zum Dreh der Videos eignen sich Spiegelreflexkameras, Camcorder oder Actioncams besonders gut. Mittlerweile haben aber auch Videos, die mit neuen Handykameras gedreht wurden, eine sehr gute Qualität und sind oft ausreichend. Für einen guten Ton sollte immer zusätzlich noch ein Mikrofon genutzt werden. Mit kleinen Tricks wie der Umwicklung des Kameraobjektivs mit Frischhaltefolie und der Lichtreflexion mit einem Stück Alufolie lassen sich außerdem ganz einfach tolle Lichteffekte erzielen!

Inhaltlich gilt für Social Media-Videos: Storytelling ist das A&O. Die Aufmachung muss zielgruppenspezifisch sein und der Inhalt zu dem passen, was man mit dem Video erreichen möchte. Hier gibt es keine Standardregeln, Kreativität und Experimentierfreude sind gefragt 😊.

Fazit

Nicht nur durch die theoretischen Hintergründe, sondern vor allem durch die kleinen Praxisübungen zu den verschiedenen Filmtechniken konnten wir sehr viel für unsere Arbeit aus dem Workshop mitnehmen. Nicht nur mir, auch Sabine und Justine kamen schon währenddessen einige Ideen, wie wir unsere Kunden demnächst mit Social Media-Videos noch besser in Szene setzen können. Danke an Alexander für den wirklich sehr praxisnahen und lehrreichen Workshop. Dein Credo „Habt Spaß am Ausprobieren!“ werden wir sicher beherzigen 😊.

Von | 2018-12-05T15:36:17+00:00 5. Dezember 2018|Blog|0 Kommentare